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Bundesnetzagentur: Hohe Beschwerdezahlen über Rufnummernmissbrauch
Zahlreiche Nummern 2025 abgeschaltet
Die Bundesnetzagentur hat die Beschwerdezahlen im Bereich Rufnummernmissbrauch veröffentlicht. Im Jahr 2025 liegt diese Zahl bei insgesamt 85.158 Beschwerden und damit weiterhin auf hohem Niveau.

Bundesnetzagentur in Bonn (Foto: tarif4you.de)
»Die aktuellen Zahlen unterstreichen das weiterhin große Bedürfnis an Unterstützung durch die Bundesnetzagentur. Für die Verfolgung von und den Kampf gegen Ärger mit Rufnummern sind wir auf die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger angewiesen«, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die meisten Verbraucher beschwerten sich auch 2025 über SMS- und Messenger-Spam sowie belästigendes Anrufverhalten. Die Bundesnetzagentur hat durch das Abschalten mehrerer tausend Rufnummern in den letzten Jahren zum Rückgang der Beschwerden beim sogenannten Enkeltrick beigetragen. Zu den weiteren Beschwerdethemen zählen automatische Bandansagen, teure Warteschleifen, Router-Hacking, Fake-Hotlines oder Rufnummernmanipulation.
Die Bundesnetzagentur habe im vergangenen Jahr rund 6.200 Rufnummern abgeschaltet. Eine weitere technische Nutzung dieser Rufnummern für missbräuchliche Zwecke ist damit nicht mehr möglich. Für mehr als 2.000 Rufnummern wurden Verbote verhängt, Rechnungen über unrechtmäßige Kosten zu stellen oder solche Zahlungen einzufordern.
Um auf Rufnummernmissbrauch reagieren zu können, ist die Bundesnetzagentur auf die Hinweise von Verbrauchern angewiesen. Wer selbst betroffen ist, kann der Bundesnetzagentur Ärger mit Rufnummern melden. Für die Verfolgung ist es entscheidend, dass die Bundesnetzagentur die richtigen Informationen zum Fall erhält. Deshalb bietet die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite für verschiedene Missbrauchskonstellationen spezielle Online-Formulare an - unter www.bundesnetzagentur.de/aergermitrufnummern. Alle Maßnahmen der Bundesnetzagentur werden fortlaufend unter www.bundesnetzagentur.de/massnahmenliste veröffentlicht.