Silvesterbilanz: Mehr Daten und viele Telefonate über Mobilfunknetze

Datenvolumen steigt erneut

03. Januar 2026

In der Silvesternacht steigt der Datenverkehr und die Anzahl der Anrufe in den Mobilfunknetzen und die Anbieter verzeichnen jedes Jahr immer neue Rekorde. So war auch die Silvesternacht 2025/2026 keine Ausnahme. Denn rund um den Jahreswechsel trieben Neujahrsgrüße den Datenverkehr bei den großen Netzbetreibern Telekom, O2 Telefónica und Vodafone nach oben.

Daten-Feuerwerk im Mobilfunk an Silvester
Daten-Feuerwerk im Mobilfunk an Silvester (Bild: geralt und nidan @ Pixabay, Collage: tarif4you)

Telekom: Mehr Datenvolumen und zwölf Millionen Telefonate in der Silvesternacht

Bei der Telekom stieg die Datenmenge im Vergleich zum Vorjahr um fast 35 Prozent. Insgesamt flossen in der Silvesternacht zwischen 20 Uhr und 03 Uhr mehr als 3.900 Terabyte Daten durchs Netz, so das Unternehmen. Im vergangenen Jahr waren es noch 2.900 Terabyte. Besonders hoch war der Datenverkehr erwartungsgemäß in der ersten Stunde des Jahres. Dabei war insbesondere der Upload-Anteil höher als sonst üblich. In der ersten Stunde des neuen Jahres war dieser Wert doppelt so hoch wie in einer normalen Nacht.

Außerdem haben die Menschen in Deutschland viel telefoniert und die Neujahrsgrüße per Telefon überbracht. Zwölf Millionen Telefonate liefen in der Silvesternacht durchs Mobilfunknetz der Telekom, ähnlich viele wie zum letzten Jahreswechsel. In einer »normalen« Nacht seien es etwa fünf Millionen, so die Telekom. Fast die Hälfte der Silvester-Anrufe gab es erwartungsgemäß zwischen null und ein Uhr. Auch per SMS haben sich die Menschen ein frohes neues Jahr gewünscht. Allein in der Stunde von null bis ein Uhr liefen 800.000 SMS über das Netz der Telekom.

Zahl der Notrufe sei in der Silvesternacht leicht zurückgegangen, erklärt die Telekom weiter. Insgesamt wurden in der Silvesternacht gut 62.000 Notrufe in den Netzen der Telekom abgesetzt. Dabei kommen mehr Notrufe über das Mobilfunknetz an. Die meisten Notrufe in der Silvesternacht gab es zwischen 0:10 Uhr und 0:15 Uhr. In diesen fünf Minuten gingen knapp 2.000 Notrufe ein.

O2: Upload-Schub sorgt für Silvester-Höchstwerte

Auch bei O2 Telefónica stieg das Datenvolumen zum Jahreswechsel 2025/2026 schlagartig. Direkt nach Mitternacht steigerte sich das Upload-Aufkommen im Mobilfunknetz des Anbieters auf das 2,6-Fache. Während in den 15 Minuten vor dem Jahreswechsel 21.000 Gigabyte ins Netz hochgeladen wurden, waren es in den ersten 15 Minuten des neuen Jahres 55.000 Gigabyte beim Upload. Als Begründung nennt O2 Telefónica das Versenden und Posten von Fotos und Videos, etwa mit Feuerwerk-Videos, Selfies und Neujahrsgrüßen.

Allein in der ersten Stunde nach Mitternacht transportierte das Netz von O2 rund 885.000 Gigabyte und damit zwei Prozent mehr als zum Jahreswechsel 2024/2025. Der neue Höchstwert ist umso bemerkenswerter, da ein Sondereffekt den Jahresvergleich beeinflusst: Durch den Wechsel mehrerer Millionen Kunden eines Partners (gemeint ist wohl 1&1) im Jahr 2025 auf ein anderes Netz ist die Nutzerbasis nicht mehr vergleichbar. Dennoch sei der Datenverbrauch im O2 Netz weiter gestiegen.

Im gesamten Silvester-Zeitfenster von 20 Uhr bis 3 Uhr flossen rund 5,7 Millionen Gigabyte mobile Daten durch das O2 Netz. Zum Vergleich: 2024/2025 waren es 5,5 Millionen Gigabyte in diesem Zeitraum, zum Jahreswechsel 2019/2020 waren es noch 1,1 Millionen Gigabyte zwischen 20 und 3 Uhr.

Die mehr als sieben Millionen Telefongespräche in der Stunde nach Mitternacht blieben traditionell kurz: Im Schnitt benötigten die Menschen 78 Sekunden, um Familie und?Freunden am Telefon ein frohes neues Jahr zu wünschen.

Vodafone: Daten-Rekord in der Silvester-Nacht

Vodafone habe nach eigenen Angaben in der diesjährigen Silvester-Nacht zwischen 20 Uhr abends und 3 Uhr morgens rund 4,5 Millionen Gigabyte Daten über das eigene Mobilfunk-Netz transportiert. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr (2024/2025), wo sich der Datendurchsatz im Vergleich zu 2023/2024 »nur« um rund 20 Prozent auf 3 Millionen Gigabyte erhöht hatte. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Datenaufkommen beim Jahreswechsel durch den massiven Anstieg in diesem Jahr mehr als vervierfacht. In der Silvesternacht 2020/2021 lag die Datenmenge im Vodafone-Netz noch bei knapp über 1 Millionen Gigabyte.

Allein in der ersten Stunde des neuen Jahres (von 0:01 Uhr bis 1:00 Uhr) transportierte das Vodafone-Netz 650 Millionen Gigabyte Daten. Im Vorjahr waren es in der ersten Stunde 500 Millionen Gigabyte gewesen.

»Neujahrsgrüße werden immer öfter virtuell per Video-Telefonat oder mit hochauflösenden Selfies in den sozialen Medien geteilt. Beliebte Silvester-Klassiker werden immer öfter auch mit dem Smartphone oder Tablet per Mobilfunk gestreamt,« erklärt Vodafone Deutschland CEO Marcel de Groot. Dass der Datenanstieg verglichen mit dem Vorjahr prozentual noch viel größer ausfiel als in den vergangenen Jahren erklärt de Groot ebenfalls: »12 Millionen 1&1-Kunden surfen seit diesem Jahr zusätzlich im Vodafone-Netz. Das bedeutet: In der diesjährigen Silvesternacht haben deutlich mehr Handynutzer unsere Datenautobahnen genutzt.«

In der ersten Stunde des neuen Jahres wurden zudem 7,5 Millionen klassische Telefonate im Mobilfunk-Netz von Vodafone geführt. Im vergangenen Jahr waren es noch 5,3 Millionen Telefonate gewesen. Ein Anstieg um 40 Prozent, der unter anderem mit den zusätzlichen 12 Millionen Handy-Nutzern im Vodafone-Netz zu erklären ist. In den sieben Stunden zwischen 20 Uhr abends und 3 Uhr morgens waren es fast 20 Millionen klassische Handy-Telefonate.

Großstädte sind Daten-Hotspots

Im Städte-Ranking gab es in der Silvesternacht keine großen Überraschungen. Die einwohnerstärksten Städte liegen vorne. Bei der Telekom haben die Menschen in Berlin, Hamburg und München am meisten telefoniert. Auf Platz vier und fünf liegen Köln und Frankfurt.

Ähnlich sieht es bei O2 aus: In der ersten Stunde nach Mitternacht entfielen die höchsten Werte auf Berlin mit 65.500 Gigabyte, Hamburg mit 25.500 Gigabyte, München mit rund 22.000 Gigabyte, Köln mit 18.500 Gigabyte und Frankfurt am Main mit 12.600 Gigabyte.

Bei Vodafone sieht die Städte-Top5 ähnlich aus: Berlin (180 Millionen Gigabyte Daten), Hamburg (92 Millionen Gigabyte Daten), München (75 Millionen Gigabyte Daten), Köln (62 Millionen Gigabyte Daten), Düsseldorf (40 Millionen Gigabyte Daten).

Quellen: Mitteilungen von Telekom, O2 Telefónica, Vodafone

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